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Wettbewerb tête-à-tête

Ausschreibung für Kooperationsprojekte zwischen Kultur und Schule ab dem Schuljahr 2023/24  

Der Wettbewerb tête-à-tête fördert langfristige innovative Vermittlungsprojekte in allen Sparten des kulturellen Schaffens oder des Kulturerbes. Professionelle Kulturschaffende arbeiten über mehrere Monate hinweg partizipativ mit Berner Klassen zusammen. 
 

Wer wird gefördert? 

  • Professionelle, schulexterne (nicht an der Schule angestellte) Kulturschaffende aller Sparten des kulturellen Schaffens oder der Kulturpflege, einzeln oder als Gruppe. Mindestens ein/e Kulturschaffende des Projektteams hat den Wohnsitz im Kanton Bern.
  • Kulturelle Einrichtungen aller Art mit Sitz im Kanton Bern. Auch vom Kanton Bern mit Leistungsvertrag subventionierte Kulturinstitutionen, sofern das Projekt nachweislich über die vertraglichen Verpflichtungen hinausgeht und einen Mehrwert erwarten lässt.
  • Berner Schulen von der Kindergartenstufe bis zur Sekundarstufe II (von der Bildungs- und Kulturdirektion anerkannte Schulen sowie deren Tagesschulen)

Kulturschaffende und kulturelle Institutionen/Organisationen können Projekteingaben mit oder ohne bestehende Partnerschaft mit einer Schule einreichen.

Wie wird gefördert?

  • Mit Beiträgen bis maximal CHF 30’000 pro Projekt
  • Bewerbung via elektronisches Gesuchsportal bis spätestens 30. November 2022
  • Zusätzliche Beiträge durch Schulen, Gemeinden, Stiftungen etc. erwünscht

Richtwerte für die Budgetierung:

  • Der Maximalbeitrag für Honorare während der Umsetzung liegt pro Kulturschaffendem und Lektion, die mit Schülerinnen und Schülern umgesetzt werden, bei CHF 120. Personalaufwände in den Bereichen Projektentwicklung, Koordination und Auswertung sind in der Regel mit weniger hohen Ansätzen zu budgetieren.
  • Projektentwicklung, Koordination und Auswertung sollten 20% der Gesamtkosten nicht übersteigen. Die Umsetzungskosten sollten bei rund 70% der Gesamtkosten liegen. Der Overhead (Fahrspesen, Sozialleistungen, Nutzungsrechte, besondere Materialkosten etc.) sollte rund 10% der Gesamtkosten nicht übersteigen.
  • Schulseitige Personalkosten (Honorarkosten für Lehrpersonen und Schulleitungen) sowie die Kosten für Material und Infrastruktur, welche die Schule zur Verfügung stellt, können als Eigenleistung und Eigenmittel budgetiert werden, werden jedoch nicht durch den Wettbewerbsbeitrag finanziert.

Was wird vorausgesetzt?

Das Projekt:

  • Ermöglicht eine langfristige Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern mit Kulturschaffenden (wiederkehrende Präsenz der Kulturschaffenden für mind. 3 Monate).
  • Ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit kulturellen Inhalten und der künstlerischen Praxis (wie z.B. künstlerische Arbeits- und Ausdrucksweisen).
  • Zielt auf eine nachhaltige Wirkung bei den Schülerinnen und Schülern, bei dem Schulumfeld ab (z.B. können Impulse vertieft und auf bereits erarbeiteten Inhalten aufgebaut werden).
  • Fördert die Kreativität, Mitgestaltung und Mitbestimmung am Projekt. (Räume/Zeitfenster werden geschaffen, damit Schülerinnen und Schüler im gesamten Projektverlauf die Möglichkeit bekommen, eigene Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen sowie Problemstellungen zu diskutieren und alternative Lösungsansätze zu finden.)
  • Fördert Kompetenzen wie kritisches Denken, Reflexion und Eigeninitiative, die einen Mehrwert zum allgemeinen Unterricht darstellen und einen Bezug zu den Inhalten des Lehrplans herstellen.
  • Ist innovativ in der Umsetzung (Ziele, Inhalte, Methoden des Projektes grenzen sich vom bestehenden Angebot von «Kultur und Schule» ab).
  • Ist modellhaft (auf andere Schulen/Gemeinden etc. übertragbar).
  • Ist altersgerecht (Ziele, Inhalte, Methoden sind auf die jeweilige Schulstufe/Alterskategorie angepasst).
  • Ist öffentlichkeitswirksam (bietet Zugang zum Projekt für eine breite Öffentlichkeit – Eltern, Quartier, Gemeinde sowie mindestens eine Präsentation im ausserschulischen Raum oder sogar den Einbezug des Schulumfeldes in das Projekt).
  • Wird auf Deutsch oder Französisch durchgeführt oder fördert durch seinen sprachlichen Ansatz die deutsch-französische Zweisprachigkeit im Kanton Bern.
  • Aufwand/Kosten stehen in einem angemessenen Verhältnis zur Umsetzung und Wirkung auf Schülerinnen und Schüler sowie auf das Schulumfeld.

Die Kooperation mit der Schule:

  • Ist intensiv. Mindestens zwei Klassen im Kanton Bern sowie weitere Klassen, der gleichen oder einer anderen Schule, profitieren von dem Projekt (z.B. durch konkrete Einbezüge, offene Ateliers, Präsentationen).
  • Ist partnerschaftlich. Alle Beteiligten können Kompetenzen und Fähigkeiten einbringen und entwickeln.
  • Trägt möglicherweise zur kulturellen Schulentwicklung bei (schafft z.B. neue Gefässe, gibt Impulse zur Unterrichtsentwicklung, reflektiert die Haltung gegenüber der kulturellen Bildung an Schule).
  • Bezieht unterschiedliche Rollenmodelle aller Beteiligten mit ein (z.B. Kulturschaffende und Lehrperson agieren im Teamteaching oder Schülerinnen und Schüler übernehmen unter Anleitung die Leitung des Projekts, um eine hohe Mitwirkung zur erzielen).

Einzureichende Unterlagen:

Die Eingabe des Projektkonzeptes erfolgt per Ausfüllen des Frageformulars im Gesuchsportal.  Zudem werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Lebensläufe der beteiligten Kulturschaffenden. 
  • Im Fall einer Zusammenarbeit mit einer kulturellen Institution/Organisation: Kurzportrait (max. 2 A4-Seiten)
  • Projektbudget nach Budgetvorlage
  • Titelblatt

Was wird nicht unterstützt? 

  • Der Wettbewerb wird aus dem Kulturförderungsfonds finanziert. Ein Projekt kann grundsätzlich nur einmal durch die Kulturförderung des Kantons Bern unterstützt werden. Es ist entsprechend nicht zulässig, für das gleiche Vorhaben ein weiteres Gesuch bei der Kulturförderung des Kantons Bern einzureichen.
  • Die Stanley Thomas Johnson Stiftung ist Förderpartnerin des Wettbewerbs tête-à-tête und unterstützt den Wettbewerb seit dem Jahr 2015 mit einem substanziellen Beitrag. Ein zusätzliches Gesuch an die Stiftung durch die Antragstellenden wird dadurch hinfällig.

Wie wird der Wettbewerb durchgeführt?

Begleitung bei der Eingabe – Mentoring
Während der Ausschreibung des Wettbewerbs stehen den Kulturschaffenden/Kulturinstitutionen für die Erarbeitung der Projekteingaben Mentorinnen und Mentoren zur Verfügung. Die Gesuchstellenden erhalten dadurch Unterstützung bezüglich der Erarbeitung von Lehrplanbezügen und können von Erfahrungen von bisherigen Projektumsetzungen im Wettbewerb profitieren.

Wenn Sie von einem Sparringpartner, einer Sparringpartnerin zur Gesuchserarbeitung profitieren möchten, können Sie sich per Mail bei der entsprechenden Kontaktperson melden.

Bei allgemeinen Fragen zu Lehrplanbezügen und zur Integration des Projektes in die Schulorganisation:

  • Deutsch:  Christine Grossenbacher, c.grossenbacher@schulemb.ch
  • Französisch: Anna Katharina Scheidegger, info.annakat@gmail.com
Bei Fragen zur Budgetplanung, zur künstlerischen Umsetzung und zum methodischen Vorgehen in Bezug auf die jeweilige Schulstufe/Alterskategorie:
  • Zyklus I: Sarah Hugentobler, sarahhugentobler@hotmail.com
  • Zyklus II & III: Anna Katharina Scheidegger, info.annakat@gmail.com
  • Sek II: Frantiček Klossner, cek@franticek.ch

Auswahl
Die eingesetzte Fachgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Bereiche Bildung und Kultur, wählt in einem ersten Schritt die überzeugendsten Projekteingaben aus.
Am 23. Januar 2023 sind die Kulturschaffenden der ausgewählten Projekteingaben zu einer persönlichen Präsentation ihres Projekts eingeladen. Danach wählt die Fachgruppe rund acht Projekte zur Umsetzung aus. Die Reservation des Präsentationstermins (23. Januar 2023, Zeitfenster von 13 bis 18 Uhr) ist für die Kulturschaffenden obligatorisch.

Mitglieder der Fachgruppe

  • Luzius Engel – Co-Leiter Junge Bühne Bern, freier Theater- und Tanzschaffender
  • Christine Grossenbacher – Lehrperson, Kulturverantwortliche mit tête-à-tête-Erfahrung, Dozentin PH Bern
  • Gerhard Käser – Schulleiter, Lehrperson mit tête-à-tête-Erfahrung
  • Guido Münzel – Geschäftsleiter Stanley Thomas Johnson Stiftung
  • Ursula Frauchiger – Stiftungsrätin Stanley Thomas Johnson Stiftung
  • Sibylle Birrer – Amt für Kultur, Vorsteherin der Abteilung Kulturförderung
  • Carolin Fedier – Amt für Kultur, Leiterin des Fachbereichs Kulturvermittlung
  • Mélanie Cornu – office de la culture, déléguée aux affaires francophones et bilingues

Wie werden die Projekte umgesetzt?

Umsetzung
Nach der Auswahl durch die Fachgruppe sind die Kulturschaffenden der ausgewählten Projekte zu einem Informations- und Austauschtreffen eingeladen. Die Reservation des Termins (Abend des 13. Februar 2023) ist für alle Kulturschaffenden obligatorisch.

Die ausgewählten Projekte werden erstmals im Schuljahr 2023/24 umgesetzt. (Bei Projekten, die ohne Partnerschule eingegeben wurden, folgt nach der Auswahl die Vermittlung einer Schule.) Bei erfolgreicher Erstumsetzung sind zwei weitere Folgedurchführungen an anderen Schulen in den folgenden Schuljahren vorgesehen.

Schulen können nicht zweimal am gleichen Projekt (Erstdurchführung und Folgeumsetzung) teilnehmen. Generell ist die Teilnahme von Schulen am Wettbewerb maximal zweimal möglich, um eine möglichst breite Wirkung im Kanton zu erzielen. Umsetzungen an Schulen in ländlichen Regionen des Kantons sind besonders willkommen.

Auswertung
Die Projektverantwortlichen dokumentieren ihre Erfahrungen und Resultate in einem Zwischen- und Schlussbericht sowie filmisch und/oder fotografisch. Diese Informationen geben der Kulturförderung des Kantons Bern Aufschluss über die Wirksamkeit der Fördermassnahmen.
 

Zeitplan

1. September bis 30. November 2022
Kulturschaffende geben Projektideen ein.

16. Januar 2023 

23. Januar 2023

 

Fachgruppe trifft Vorauswahl.

Kulturschaffende präsentieren nach der Vorauswahl ihr Projekt der Fachgruppe.

Fachgruppe wählt Projekte zur Umsetzung aus.

13. Februar 2023  Kulturschaffende der ausgewählten Projekte treffen sich zur Information und zum Austausch.
Schuljahr 2023/24  Kulturschaffende setzen ihr Projekt erstmals an der Schule um.
Juni 2024  Fachgruppe wählt Projekte für zwei Folgedurchführungen aus.
ab Schuljahr 2024/25 Kulturschaffende setzten die ausgewählten Projekte an zwei weiteren Schulen um.
  • Gesuchsportal

  • Kultur und Schule – bestehendes Angebot

  • Informationen für Schulen zu den Kulturprojekten tête-à-tête

  • Vorlage Budget / Finanzierungsplan

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