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Kulturprojekte tête-à-tête – für Schulen

Die Kulturförderung des Kantons Bern unterstützt unter dem Namen «tête-à-tête» gemeinsam mit der Stanley Thomas Johnson Stiftung innovative und mehrmonatige Kulturprojekte. Berner Schulen können mit Kulturschaffenden und einer gemeinsam Projektidee am Wettbewerb teilnehmen oder sich für die Durchführung eines ausgewählten Projekts an ihrer Schule bewerben.

Der Wettbewerb tête-à-tête fördert langfristige Vermittlungsprojekte in allen Sparten des kulturellen Schaffens oder des Kulturerbes. Professionelle Kulturschaffende arbeiten über mehrere Monate hinweg partizipativ mit Klassen zusammen. Dadurch wird eine intensive Auseinandersetzung von Schülerinnen und Schülern mit Kunst und Kultur möglich.

Die Kulturförderung des Kantons Bern und die Stanley Thomas Johnson Stiftung schreiben den Wettbewerb alle zwei Jahre aus. Kulturanbietende geben mit oder ohne Partnerschule Konzepte für eine Zusammenarbeit mit mehreren Klassen ein. Eine Jury wählt aus, welche tête-à-tête-Projekte zur Umsetzung kommen. Die ausgewählten Projekte erhalten einen finanziellen Beitrag bis zu CHF 30`000 für die Realisierung. Die Schulen beteiligen sich mit einem kleinen Beitrag an den Kosten.

Wettbewerb tête-à-tête

Geben Sie zusammen mit Kulturschaffenden ein auf Ihre Klassen / Ihr Schulhaus zugeschnittenes Kulturprojekt für das Schuljahr 2023/24 ein.
Falls gewünscht, vermittelt Ihnen der Fachbereich Kulturvermittlung für Ihre Gesuchseingabe jederzeit geeignete Kulturschaffende!

Wettbewerbsausschreibung: 1. September bis 30. November 2022.

Oder melden Sie sich für die Teilnahme am Wettbewerb tête-à-tête per Mail (kulturvermittlung@be.ch), ohne Vorschlag für ein eigenes Projekt, an. Der Fachbereich Kulturvermittlung nimmt im Frühjahr 2023 mit Ihnen Kontakt auf, um eine mögliche Umsetzung eines ausgewählten Projektes an Ihrer Schule mit Ihnen zu besprechen.

Holen Sie ein bewährtes Projekt an Ihre Schule!

Melden Sie sich bei Interesse und Fragen bei den Kulturschaffenden.

Das grosse Sachbilderbuch  I  Mira Gysi

  • Schulstufen: 2. bis 6. Klasse
  • Sparte: visuelle Kunst
  • Sprache: Deutsch
  • Regionen: Emmental, Bern Mittelland
  • Umfang: ca. 50 Lektionen pro Klasse, 2 Klassen
  • Dauer: ca. 7 Monate

Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten gemeinsam mit der Bilderbuchautorin und Illustratorin Mira Gysi ein Sachbilderbuch. In dem Buchprojekt werden die Lernenden zu Lehrenden und schlüpfen in die Rollen von visuellen Vermittelnden. Die Schülerinnen und Schüler wählen ein Thema aus, welches sie gut kennen und ihnen aus früheren Schuljahren bekannt ist. Aus diesem Thema können sie ein Unterthema aussuchen und dieses vereinfacht visuell darstellen, sodass es für jüngere Kinder verständlich ist. Es gilt, spielerisch eine Gestaltungsform zu finden, welche das Thema unterstützt und die Inhalte hervorhebt. Am Ende des Projekts entsteht ein Buch aus den einzelnen Beiträgen der Klasse. Im interdisziplinären Projekt spielen die Fächer Bildnerisches Gestalten und Natur-Mensch-Gesellschaft zusammen.

miragysi.com

Märchen erzählen – Storytelling  I  Brigitte Hirsig

  • Schulstufen: Sek I & Sek II
  • Sparte: Literatur & Theater
  • Sprache: Deutsch
  • Regionen: ganzer Kanton Bern
  • Umfang: ca. 55 Lektionen pro Klasse, 2 Klassen
  • Dauer: ca. 5 Monate

Das Erzählprojekt führt die Jugendlichen in die Kunst des freien Erzählens ein und öffnet die Tür zur Welt der Märchen. Die Klassen hören Märchen, Sagen, Geschichten aus verschiedenen Kulturkreisen und machen sich auf die Suche nach einem Volksmärchen aus ihrem Herkunftsland. Die jungen Erzählenden entscheiden sich, welchem Zielpublikum sie es vortragen möchten und in welcher Sprache. Das Erzählen wird intensiv geübt: Was mache ich mit den Händen? Wie klingt meine Stimme? Wohin geht der Blick? Wie wird das Märchen zu meinem Märchen? Was bedeutet meine Geschichte?
Den Abschluss bildet der öffentliche Auftritt. Die Hauptsache geschieht aber auf dem Weg dorthin. Die jungen Menschen lernen Neues über ihre eigene Kultur oder erfahren gar mehr über ihre eigene Familie. Sie lernen über die Arbeit mit dem Märchen sich selber kennen, nehmen ihren Körper, Ausdruck und ihre Stimme neu wahr.
Auf märchenhafte Art und Weise schlägt das Projekt Brücken zwischen Kulturen, Sprachen, Generationen, Menschen – zwischen innen und aussen, zwischen gestern und heute.

brigittehirsig.ch

ECOLE.sounds  I  Stefan Bregy

  • Schulstufen: 6. Klasse bis Sek II
  • Sparte: Musik & visuelle Kunst
  • Sprache: Deutsch
  • Regionen: ganzer Kanton Bern
  • Umfang: 30-50 Lektionen pro Klasse, 2 Klassen
  • Dauer: 4 bis 10 Monate

Im Projekt «ECOLE.sounds» konstruieren Schülerinnen und Schüler Musikinstrumente. Kulturvermittler und Musiker Stefan Bregy leitet sie dazu an, mit den selbstgebauten Instrumenten auf verschiedene Arten zu musizieren. Im Tonstudio komponieren sie eigene Songs und nehmen diese auf. Am Computer programmieren sie Algorithmen, aus denen die Instrumentenklänge zufällig hervorgehen. Zusammen mit Skulpturen werden die Klangresultate in einer Ausstellung veröffentlicht. In einer öffentlichen Konzertdarbietung spielen die Schülerinnen und Schüler die Instrumente. Das Projekt zeichnet sich durch seinen interdisziplinären Charakter (Bildnerisches Gestalten, Musik, Sprachen, Mathematik, Physik…) aus.

Video zum Projekt: Making Of

dasfahrendetonstudio.ch

Courant Normal  I  Ruben Wyttenbach & Benjamin Sunarjo

  • Schulstufen: Sek I & Sek II
  • Sparte: visuelle Kunst
  • Sprache: Deutsch
  • Regionen: ganzer Kanton Bern
  • Umfang: ca. 50 Lektionen pro Klasse, 2 Klassen
  • Dauer: 5 bis 7 Monate

«Courant Normal» thematisiert die Wirkung und den Umgang von Jugendlichen mit ihren Selfies. In einer intensiven und kreativen Auseinandersetzung mit dem Bild werden Identitätsfragen reflektiert und die Darstellung von Körpern und die Wirkung von Bildern hinterfragt. In enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle PEP wird mit Jugendlichen ein erweitertes Körper- und Selbstbewusstsein zu erarbeitet, welches sie in ihrer Identitätsfindung unterstützt. Das Selfie gehört heute als Form der Selbstinszenierung und Kommunikation in den digitalen Medien zum Alltag, insbesondere für Jugendliche. Es ist courant normal, sich mit einem Selfie in den Social Media darzustellen. Die künstlerische Ausdrucksform des Selbstbildnisses ist dabei kein neues Phänomen, bereits Bilder aus der Renaissance zeugen von der Auseinandersetzung der Kunstschaffenden mit ihrer eigenen Identität. Im Projekt werden kunsthistorische sowie aktuelle soziale, gesellschaftskritische Aspekte verwoben.

Kontakt: contact@courantnormal.me

rubenwyttenbach.ch  I  sunarjo.com  I  pepinfo.ch

  • Bisherige Preise, Stipendien und (Werk-)Beiträge

  • Informationen zur Wettbewerbsausschreibung

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