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Twann, Bahnhof

Beim Bahnhof Twann befanden sich in der Jungsteinzeit nacheinander 21 Dörfer. Die Fundstelle ist aus wissenschaftlicher Sicht von grosser Bedeutung und markierte in den 1970er-Jahren den Beginn der modernen Pfahlbauforschung. Sie gehört seit 2011 zum Unesco-Welterbe «Pfahlbauten rund um die Alpen».

Ausgrabung neben Bahnhof

Twann bot in der Jungsteinzeit eine siedlungsgünstige Lage am steilen Nordufer des Bielersees. Hier wurden zwischen 3868 und 2976 v. Chr. immer wieder Dörfer gebaut.

Aus den Siedlungsresten entstand eine mächtige Abfolge von dunklen Schichten, in denen sich dank guter Bedingungen auch organische Reste wie Holz erhielten. Pfahlreste der Gebäude und liegende Hölzer aus den Schichten sind wichtig für die dendrochronologische Datierung, die eine jahrgenaue Rekonstruktion der Siedlungstätigkeit ermöglicht und die Entwicklung der materiellen Kultur aufzeigt.

Südlich des Bahnhofs, zwischen Unterführung und Schiffländte, befindet sich eine Stele mit Informationen über die Unesco-Welterbestätte, die Rettungsgrabungen 1974–1976, die Siedlungsgeschichte und die kulturelle Entwicklung. Ein Wandbild zeigt Pfahlbauten, die einst in Reihen dicht beieinanderstanden (ab Sommer 2026).

Wichtig zu wissen

  • für Kinder geeignet
  • ganzjährig zugänglich
  • Unesco-Welterbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» 

  • Neues Museum Biel

  • Pfahlbaumuseum in Twann, Sammlung Irlet 

  • Verein Pfahlbau-Welterbestätte Twann 

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