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Lebendige Baukultur Videoporträts

Anlässlich des Europäischen Jahres des Kulturerbes 2018 ging das Amt für Kultur auf Entdeckungstour durch den Kanton Bern, um Bauten, deren Restaurierung besonders gelungen ist, vorzustellen. Daraus entstand die Porträtreihe «Kultur bewohnt», die nun laufend ergänzt wird. In den Kurzfilmen öffnen Bewohnerinnen und Bewohner die Tür und führen gemeinsam mit Architekt/innen und den Bauberater/innen der Denkmalpflege durch das Haus und seine Bau- und Umbaugeschichte. 

Wohn- und Gewerbehaus in Koppigen

Denkmalpflegepreis 2021: Die Denkmapflege des Kantons Bern zeichnet  Fabienne und Matthias Birrer für den sorgfältigen und innovativen Umbau des ehemaligen Wohn- und Gewerbehauses am Bühlrain in Koppigen aus. Während mehrerer Jahre hatte das grosse Gebäude leer gestanden, sogar sein Abbruch stand zur Diskussion. Fabienne und Matthias Birrer sahen das Potenzial, welches in dem grosszügigen Gebäude steckt und fassten den Mut, sich auf seine Weiterentwicklung einzulassen. Mit ihrem Engagement hat die Bauherrschaft dem Gebäude einen neuen Lebensabschnitt ermöglicht, ohne seinen Charakter zu verändern. Für die nächste Nutzungsphase ist bereits vorausgedacht. Die Erhaltung des Hauses ist zudem für das Ortsbild ein grosser Gewinn.

Schwimmbad Gruebi in Adelboden

Spezialpreis 2020: Buntes Baden in den Bergen. Der Spezialpreis der Fachkommission für Denkmalpflege würdigt das unermüdliche Engagement der Interessengruppe «Schwimmbad Gruebi» für die fachgerechte Sanierung dieser spannenden Anlage. Das Bad entstand 1928 nach dem Entwurf von Beda Heftis Entwurf im Stil des Neuen Bauens. Dem Zeitgeist entsprechend sollten sich die Feriengäste wie am Meeresstrand fühlen, umgeben von einer wunderbaren Bergkulisse. Vor zehn Jahren stand das Bad kurz vor der Schliessung – umso erfreulicher ist seine Wiedereröffnung im Sommer 2019. Instandgesetzt, umgebaut und wiederbelebt ist das «Strandbad von Adelboden» eines der schönsten alpinen Freibäder der Schweiz.

Das Stuckihaus in Reichenbach i. K.

Denkmalpflegepreis 2020: Leidenschaft für altes Holz. Der Denkmalpflegepreis 2020 zeichnet die sehr sorgfältige und durchdachte Art und Weise aus, mit der Jonathan Jaggi die Restaurierung des ehemaligen Bauernhauses anging und dabei in beeindruckender Weise enormen persönlichen Einsatz und Durchhaltewillen an den Tag legte. Unverhofft wurde er Eigentümer eines der prächtigsten Häuser in Reichenbach und übernahm die Verantwortung für dieses Baudenkmal. In jahrelanger Arbeit und mit innovativen Ideen schuf Jonathan Jaggi eine zeitgemässe Wohnung für sich und seine Familie. Mit der Restaurierung der Fassade als letzten Schritt hat der historische Holzbau seine Strahlkraft endgültig zurückgewonnen.

Ein ehemaliges Pfarrhaus in Corgémont

Kultur bewohnt 7/2018: Ein elegantes ehemaliges Pfarrhaus aus dem späten 19. Jahrhundert wurde von seinen Besitzern mit grossem Engagement komplett restauriert. Die Fassaden erhielten einen neuen Anstrich in den ursprünglichen, sorgfältig abgestimmten Farbtönen. Auch die filigranen Dekorationen am Dach und an den Brüstungen im Schweizer Holzstil wurden restauriert und neu gestrichen. Im Innern wurden die Parkettböden instand gesetzt und geölt, die Vertäfelungen neu gestrichen. Die Fenster wurden durch neue, stilgerechte Holzfenster ersetzt.

Stattliches Bauernhaus in Mattstetten

Kultur bewohnt 6/2018: Im ortsbildprägenden Bauernhaus im Zentrum von Mattstetten entstand neuer zeitgemässer Wohnraum. Die Bauherrschaft leistet damit auch einen Beitrag zur Schonung des Kulturlandes. Maria und Fritz Rothen, die selber seit 1991 in Mattstetten leben, kannten das markante Bauernhaus im Dorfzentrum gut, als es zum Verkauf stand. Alte Häuser liegen den beiden am Herzen, nicht erst seit sie ihr eigenes Stöckli mit viel Engagement renoviert haben. Mit der Idee, das Gebäude sanft zu renovieren und für Wohnraum zu nutzen, entschieden sie sich zum Kauf. Der Umbau wurde zum Familienprojekt.

Das «Maison des Bannerets» in La Neuveville

Kultur bewohnt 5/2018: La Neuveville weist ein reiches baukulturelles Erbe auf, das von der Geschichte des Ortes und dem aristokratischen Leben im ehemaligen Bistum Basel zeugt. Das «Maison des Bannerets», das zu Beginn des 18. Jahrhunderts ausserhalb der Mauern errichtet wurde, ist ein interessantes Beispiel für die aristokratische Architektur von La Neuveville während des Ancien Régime. Von 1789 bis 1923 war es im Besitz der Familie Banneret, daher der Name des Hauses. Im Jahre 1923 wurde es von den Familien Heusser-Hirt und Roulet übernommen. Letztere verkaufte den Besitz an Gabrièle Mouttet.

Gasthof «Kreuz» in Herzogenbuchsee

Kultur bewohnt 4/2018: Noch vor drei Jahren war die Zukunft des seit 2010 geschlossenen Gasthofs unsicher. Die Bevölkerung solidarisierte sich jedoch stark mit dem «Chrüz Buchsi» und mit dem Team des Kulturlokals Schlachthaus wurde eine erfahrene Gruppe aktiv. In Rekordzeit entstand ein neues Nutzungskonzept. Das innovative Team rund um das «Kreuz» hat den traditionsreichen Gasthof wieder zum sozialen Treffpunkt gemacht. Es wurde für die gelungene Sanierung und Wiederbelebung des Gasthofs mit dem Spezialpreis 2018 der Fachkommission für Denkmalpflege ausgezeichnet.

Chalet Diana in Interlaken

Kultur bewohnt 3/2018: Das Chalet Diana beherbergt seit dem 19. Jahrhundert einen Andenkenladen, den wohl ältesten noch bestehenden im Ort. Der Bau war eines der Vorzeigeobjekte der Parquet- und Chaletfabrik Interlaken, die Chaletbauten am Laufmeter produzierte. Für die Restaurierung des Interieurs - es blieb nahezu original bestehen - und der Strassenfassade erhält die Bauherrschaft den Denkmalpflegepreis des Kantons Bern 2018. Dank ihres Engagements bleibt ein wertvolles Souvenir aus der Frühzeit des Interlakener Tourismus authentisch erhalten.

Haus «Daheim» in Muri bei Bern

Kultur bewohnt 2/2018: Das Anwesen für die Sommerfrische aus der Biedermeierzeit muss der ehemaligen Besitzerin sehr am Herzen gelegen haben. Sie veränderte kaum etwas daran, liess das Haus samt Garten bereits 1977 unter Schutz stellen und vermachte es schliesslich der Burgergemeinde Bern. Diese Wertschätzung zeigt auch die neue Besitzerin. Sie verzichtete auf ein zusätzliches Volumen und den Ausbau des Daches. Für die Planung, die Restaurierung und den Umbau in zwei Wohnungen liess man sich Zeit. Entsprechend überzeugend ist das Resultat.

«Aentscherzhaus» in Tschugg

Kultur bewohnt 1/2018: Das Geheimnis des «Engelhauses» im Rebweiler Chlyne Twann wurde 2013 durch Untersuchungen am Bau und in den Schriftquellen gelüftet: Bauherr des Herbsthauses, eines der grössten und repräsentativsten am Bielersee, war der damals frischgewählte Berner Schultheiss Samuel Frisching. Was die Untersuchungen zutage brachten, übertraf alle Erwartungen. Unter den jüngeren Verkleidungen waren die bauzeitlichen Dekorationsmalereien erhalten geblieben. Sie wurden ins neue Nutzungskonzept einbezogen und restauriert.

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