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Beiträge an Lesungen von Literaturpreisträgerinnen und -preisträgern

Der Kanton Bern unterstützt Lesungen von aktuellen Trägerinnen und Trägern der Literaturpreise des Kantons Bern. Er übernimmt die Honorare der ausgezeichneten Literaturschaffenden.

Lesungen von den 2026 ausgezeichneten Literaturschaffenden, welche im Zeitraum vom 15. August 2026 bis 31. August 2027 im Kanton Bern stattfinden, werden unterstützt:

  • Fitzgerald & Rimini – Vinylplatte mit literarischen Liedern und Texten «Ennetlands» (Ariane von Graffenried und Musiker Robert Aeberhard) (Der gesunde Menschenversand)
  • Malwina Ledniowska – Roman «Keine Sorge alles gut» (Verlag Die Brotsuppe)
  • Christoph Simon – Kriminalroman «Die geschenkte Leiche» (Atlantis Verlag)
  • Franziska Witschi – Geschichtenband «Wildwechsel» (Verlag Die Brotsuppe)
  • Veronika Zorn – «Notizen von der linken Hand», Kurzprosa (edition taberna kritika)

Die Beiträge an Lesungen sind eine Promotionsmassnahme für die ausgezeichneten Werke und Personen. Die Massnahme richtet sich an Kulturveranstaltende im Kanton Bern. Der Kanton Bern übernimmt die Honorare der ausgezeichneten Literaturschaffenden. Alle anderen Kosten (Spesen, Moderation, Kommunikation, Raummiete, Technik etc.) tragen die Veranstaltenden.

Wer wird gefördert

Kulturveranstaltende, die eine Lesung mit Berner Literaturpreisträgerinnen und -trägern des Jahres 2026 organisieren. Die geförderten Veranstaltungen finden zwischen dem 15. August 2026 und dem 31. August 2027 im Kanton Bern statt.

Wie wird gefördert

  • Interessierte Kulturveranstaltende vereinbaren die Lesungen auf üblichem Weg mit den ausgezeichneten Literaturschaffenden.
  • Gleichzeitig informieren die Kulturveranstaltenden das Amt für Kultur (Christine Wyss, E-Mail-Adresse siehe unten), dass sie eine entsprechende Lesung planen, um die Unterstützung innerhalb des verfügbaren Kontingents sicherzustellen. Erst nach der Bestätigung vom Amt für Kultur können sie davon ausgehen, dass das Honorar übernommen wird.
  • Nach der Durchführung der Lesung bestätigen die Veranstaltenden per E-Mail an Christine Wyss und mit einer Fotografie des Anlasses, dass dieser stattgefunden hat. 
  • Nach der erbrachten Lesung stellen die Literaturschaffenden ihr Honorar (CHF 600 pro Lesung) dem Amt für Kultur per E-Mail an Christine Wyss in Rechnung.
  • Pro Veranstaltungsort bzw. pro Veranstalter/in können maximal zwei Lesungen unterstützt werden.
  • Möglich sind auch Lesungen, an denen gleichzeitig zwei ausgezeichnete Literaturschaffende anwesend sind.
  • Die ausgezeichneten Literaturschaffenden werden je für maximal sechs Lesungen unterstützt.

Was wird vorausgesetzt

  • Die Lesungen werden professionell durchgeführt, d.h. die Veranstaltenden sorgen für eine professionelle Moderation, adäquate Infrastruktur sowie zeitgemässe Öffentlichkeitsarbeit (mit der Erwähnung der Unterstützung durch den Kanton Bern).
  • Die Lesungen finden im Kanton Bern statt.
  • Von der Teilnahme ausgenommen sind Lesungen, für welche der Kanton Bern bereits anderweitig die Honorare dieser Autorinnen und Autoren unterstützt.
  • E-Mail-Adresse Christine Wyss

  • Swisslos-Logo

  • Laudationes Literaturpreise 2026

  • Sibylle Birrer, Vorsteherin Amt für Kultur: Grusswort Literaturpreise 2026

Ausgezeichnete Literaturschaffende und ihre Werke

Fitzgerald & Rimini: «Ennetlands»

Literarische Lieder voller Sehnsucht nach dem Unbekannten: Im neuen Album von Fitzgerald & Rimini erklingt unhörbar die Stimme einer Meerjungfrau in einem Wasserpark in Florida, ein Gletscher singt sein Abschiedslied, ein heimatloser Geist aus der Bronzezeit gleitet in einem alten Mercedes durch den Wald, eine Mutter durch das All. Das Berner Spoken-Word-Duo entführt uns mit «Ennetlands» an unerreichbare Orte und fördert Stimmen aus dem Dazwischen zutage.

Fitzgerald & Rimini bewegen sich seit Jahren an der Schnittstelle von Literatur, Musik und Performance. Das Duo besteht aus der Schriftstellerin und Spoken-Word-Performerin Ariane von Graffenried und dem Musiker, Klangkünstler und Komponisten Robert Aeberhard.


Malwina Ledniowska: «Keine Sorge alles gut»

Romi Weber, Pflegefachfrau in einer psychiatrischen Klinik, macht sich bereit für den Nachtdienst. Sie atmet gut durch, ist konzentriert und fokussiert. Abgrenzung ist ein wichtiges Thema in Romis Beruf, doch tatsächlich kreisen Gedanken zu einem tragischen Ereignis des Vortages noch in ihrem Kopf herum. Diese Nacht wird nicht nur Romi alles abverlangen.

Malwina Ledniowska ist 1987 in Polen geboren, wuchs in Deutschland auf und lebt heute in Bern. Das Schreiben begleitet sie seit ihrer Jugend und sie hat einige Jahre Erfahrungen im Pflegeberuf gesammelt. «Keine Sorge alles gut» ist ihr literarisches Debüt.


Christoph Simon: «Die geschenkte Leiche»

Ein Berner Trödler mit Hang zu diskreten Aufträgen bekommt kalte Füsse, als die Leiche eines umstrittenen Architekten in seinem Kofferraum liegt. Diese Bescherung zwingt ihn, auf eigene Faust zusammen mit seiner Tochter zu ermitteln. Skurrile Begegnungen vor ikonischen Berner Kulissen, waghalsige Entscheidungen und haarsträubende Grenzgänge zwischen Recht und Kriminalität führen zur Lösung des Falls.

Christoph Simon, 1972 geboren, ist ein Berner Allrounder: Ex-Emmentaler, Ex-Jazzstudent, Studienabbrecher, Weltenbummler – heute Autor, Slam-Meister und Kabarettist. Er erzählt locker, denkt schräg und macht aus Alltag Literatur mit Augenzwinkern und Tiefgang.


Franziska Witschi: «Wildwechsel»

In 21 Geschichten erzählt Witschi vom Aufeinandertreffen von Mensch und Tier in der Stadt, an verschiedenen Orten auf der Welt. Die Figuren suchen die Natur nicht, sie begegnen ihr zufällig. Die Geschichten reflektieren unseren Umgang mit Natur, mit nichtmenschlichen Arten und erzählen von den Projektionen, Ängsten und Sehnsüchten, die wachgerufen werden, wenn der Mensch in der Stadt auf Wildnis stösst.

Franziska Witschi, 1973 geboren, studierte Biologie in Bern und absolvierte den Bildungsgang Literarisches Schreiben in Zürich. Als Biologin schafft sie Lebensraum, als Autorin lotet sie immer wieder das Verhältnis zur natürlichen Umwelt aus.


Veronika Zorn: «Notizen von der linken Hand»

Der Stift liegt fremd, unbeholfen und störrisch in der linken Hand, die nicht an das Schreiben gewöhnt ist. Sie schweigt und schaut der rechten Hand beim Schreiben zu. Plötzlich schweigt diese. Veronika Zorn lässt ihre Hände machen. In lyrischen Miniaturen und Schrift-Bildern manifestiert sich die (Eigen-)Dynamik des Schreibens: «Die Bewegung geht der Schrift voraus und ich ihr fragend hinterher.»

Veronika Zorn studierte in Wien Theater-, Film- und Medienwissenschaften sowie Sprachkunst. Sie untersucht Sprache in poetischen Experimenten. Unter anderem fragt sie, was die Hand mit dem Denken macht, wenn sie schreibt. Sie lebt in Biel und Wien. 

Laudationes Literaturpreise 2026

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