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Unterwegs

Wir sind im fünften Monat. Und das, was da am Werden ist, ist mehrjährig: Auf Beständigkeit ausgerichtet und dennoch dynamisch – auf Nachhaltigkeit bedacht und zugleich in Transformation. Warum das gerade jetzt erwähnt sein will? Seit Juni hat die Bildungs- und Kulturdirektion, kurz BKD, mit Regierungsrat Reto Müller einen neuen Direktor. «Wie läuft es denn für die Kultur?», werde ich deshalb immer wieder gefragt.

Es läuft rund, antworte ich, mit Überzeugung. Denn ich weiss und erlebe: In der gemeinsamen Ausrichtung von BKD-Direktion und Amt ist das K für Kultur, das neben dem grossen B seine Legitimation häufiger erklären muss, nach vier Monaten bereits fest verankert. Nicht nur durch das Interesse und die Wertschätzung, die Reto Müller als Kulturdirektor unseren drei Aufgabenbereichen Archäologie, Denkmalpflege und Kulturförderung entgegenbringt. Sondern auch durch das gemeinsame Verständnis: Dieses K braucht es – als Kitt für die Gesellschaft, sowohl heute als auch morgen.

Mit dieser gemeinsamen Ausrichtung ist vieles möglich. Was aber konkret gelingen kann, hängt von Faktoren ab, von denen viele (so sehr wir auch hebeln möchten) nicht aus dem Maschinenraum der Verwaltung zu steuern sind: von politischen Wetterlagen, changierenden Mehrheiten, von Themen-Konjunktur oder schlicht dem Hoch oder Tief des Bernischen Steuersubstrats.

Umso mehr haben wir als Amt für Kultur die vergangenen Wochen genutzt, um für das K ein gemeinsames Verständnis sowie stabiles Fundament zu schaffen: Zusammen mit Reto Müller haben wir Hotspots des Archäologischen Dienstes – Grabung, Werkstätten, Depot – besucht. Gemeinsam haben wir Baudenkmäler beschaut, denkmalpflegerische Anliegen diskutiert. Und gemeinsam sind wir gegenwärtig in allen Regionen des Kantons unterwegs, um den Dialog mit unseren lokalen Partnern – den Kulturinstitutionen, den jeweiligen Standortgemeinden und den Regionsvertretungen – zu starten.

Wie läuft es also für die Kultur? Wir sind unterwegs. Mit Zuversicht, Interesse, gemeinsamer Freude am Anpacken. Und dem Vertrauen, dass in unserem vielfältigen Kanton vieles möglich ist – so lange es die gemeinsame Ausrichtung zulässt, sowohl geradeaus als auch auf Um- und Nebenwegen ans gemeinschaftliche Ziel zu kommen.

Sibylle Birrer, Vorsteherin Amt für Kultur des Kantons Bern

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