Der neu gestaltete Bahnhof bringt das archäologische Erbe von Twann ins Blickfeld.
Ein lebensgrosses monumentales Wandbild einer Seeufersiedlung und der mächtigen jahrtausendealten archäologischen Schichten unter dem Boden schmückt neu die Zugänge an der Südfassade des SBB-Bahnhofs. Eine imposante Stele bietet vertiefende Informationen zur Bedeutung der Fundstelle Twann, Bahnhof und zum Leben in der Jungsteinzeit. Mit einem grossen «Pfahlbaufest» ist diese neue Visitenkarte der Gemeinde Twann-Tüscherz am 6. Juni feierlich eröffnet worden.
Twann, Bahnhof ist eine wichtige archäologische Fundstelle im Kanton Bern. Hier wurden in den 1970er-Jahren mehrere übereinanderliegende Dörfer aus der Zeit zwischen 3868 und 2976 v. Chr. ausgegraben. Die Siedlungsabfolge markierte für die Archäologie den Beginn der modernen Pfahlbauforschung. Seit 2011 gehört sie zum UNESCO-Welterbe «Pfahlbauten rund um die Alpen». Nun zeigt das weithin sichtbare Wandbild, dass an dieser Stelle einst dicht an dicht Häuser der jungsteinzeitlichen Dörfer standen. Der Archäologische Dienst hat sich massgeblich an der Umsetzung des Projekts beteiligt und dafür mit der Gemeinde Twann-Tüscherz, der SBB, dem Verein Pfahlbau-Welterbestätte Twann und dem Szenografiebüro Thematis zusammengearbeitet.

